Zum ersten Mal krönt sich Stefan Guggenberger zum Virnsberger Schützenkönig. Mit einem 52,0 Teiler setzte sich der engagierte Schütze, Feuerwehrler und Cheftrommler der Virnsberger Blaskapelle vor Michael Strauß, der mit einem 75,2 Teiler seinen vierten Königstitel nicht einholen konnte. Als Drittplatzierte sichert sich Arwen Petter mit einem 109,3 Teiler den Titel des 2. Ritters.
Bei 57 Teilnehmern am Schießen zeigte sich die Vorstandschaft dankbar, ehe in Summe 10 verschiedene Gewinner auf den verschiedenen Scheiben proklamiert werden konnten. Dabei wurden teils hervorragende Ergebnisse erzeilt. In der Jugendserie wurden die ersten beiden Plätze mit 100 Ringen belegt, der beste Schuss fiel mit einem 4.4 Teiler auf der Glücksscheibe.
Ergebnisse
Sponsoren und Gönner der Festscheibe
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Der erfolgreichste König mit Potential für mehr
Eine Nacht mit Nieselregen bildete den Rahmen für den feierlichen Marsch der Virnsberger Schützen vom Jugendheim in der Dorfmitte nach Boxau zum Schützenkönig Joshua Petter. Unter den Klängen der Blaskapelle, dem Schutz der Feuerwehr und dem Schein der Fackeln wusste spätestens jetzt das ganze Dorf: Heute ist Königsball.
Am Haus des Schützenkönigs Joshua Petter stellte 1. Vorstand Christoph Strauß fest, dass man nach einem Jahr Pause gerne wieder zurück gekommen sei. Dabei war es Strauß wichtig zu erwähnen, dass das abgelaufene Jahr für Joshua wieder voll gepackt war. Umso dankbarer kann sich der Verein schätzen, dass der vielbeschäftigte Schütze sowohl den Gauschützenfestzug in Elbersroth als auch das Flachsländer Feuerwehrjubiläum als Schützenkönig wahrnehmen konnte. In Flachslanden führte der Weg von München direkt zur Aufstellung, denn schließlich riefen auch unzählige Kaderlehrgänge den Virnsberger auf den Plan. Es sei allen bewusst, dass Joshua nach eigenem Maßstab ein eher schwieriges Jahr beschließe, doch dürfen acht Titel bei Bayerischen und sechs Titel auf Deutschen Meisterschaften nicht unter den Tisch fallen. Ebenso wenig der erfolgreiche Platz bei der BSSB Rangliste und der zweite Gewinn des DSB-Pokals mit der RWS Franken. Alle seien sich sicher, dass Joshua das kleine Tief durchlaufen werde und dann die Quali zum Nationalkader eine realistische Option sei. Strauß betonte, dass Joshua mit fast 396 Ringen Durchschnitt den Aufstieg in die Mittelfrankenliga maßgeblich mit ermöglichte und erinnerte an den neuen Vereinsrekord von 399 Ringen.
Lautstark ließen die Virnsberger Schützen ihren König hochleben, ehe dieser seine Gäste zu einem Umtrunk einlud und die Kapelle ein Standkonzert zum Besten gab.
Der Zug machte sich im Anschluss auf zum Schützenhaus, um das finale Abschlusslied der Virnsberger Musiker vor dem Schützenhaus in Empfang zu nehmen.
Hochklassiges und breitgefächertes Königsschießen
Der feierlich dekorierte Schießsaal formte den perfekten Rahmen für den Eröffnungstanz durch Joshua Petter. Musikalisch bei Seite standen ihm das L.A. Trio. Schnell erhielt er Gesellschaft auf der Tanzfläche, ehe die beiden Vorstände Christoph Strauß und Fabian Sporer mit der Eintrittskartenverlosung den offiziellen Teil einläuteten.
Strauß bedankte sich nicht nur bei 57 Teilnehmern, sondern auch bei allen, die im Vorfeld und an diesem Abend für das Gelingen des Schießens und des Königsball beitragen. Dabei seien auch die zahlreichen Veranstaltungen erwähnt, die jüngst im Verein organisiert und umgesetzt wurden.
Die Scheiben und Wertungen wurden heuer vom ganzen Teilnehmerfeld hart umkämpft. Kein Wunder also, dass es kaum einen Doppelsieger gegeben habe. Mit einem 7.2 Teiler darf sich Sebastian Ernst auf der Deutschordenscheibe verewigen. Der amtierende Schützenkönig Joshua Petter darf sich als einer der wenigen mehrfach auf dem 1. Platz wiederfinden. So gelang ihm auf der Ehrenschützenmeisterscheibe ein 21.9 Teiler, die Jugendscheibe gewann er mit einem 20 Teiler und auch der Jugendpokal ging mit einem 38.6 Teiler an ihn. Der beste Schuss des Wettbewerbs fiel auf der Glücksscheibe mit einem 4.4 Teiler von Johannes Strauß. Die Festscheibe, welche von zahlreichen lokalen Sponsoren mit Preisen bedacht wurde, gewann Stephanie Beck-Hempfling mit einem 10.44 Teiler. Die Meisterserie der LP-Schützen gewann Uwe Petter mit 48 Ringen, in der Altersklasse dominierte Michael Strauß mit 93 von 100 möglichen Ringen. Hannes Eberlein gewann mit 74.8 Ringen die Auflagewertung der Schüler. Reinhold Schmidt tat es ihm mit 106,0 Ringen bei der Senioren Auflage gleich. Siegerin bei den Damen wurde Stephanie Beck-Hempfling mit 92, Johannes Strauß mit 97 Ringen bei den Herren. Die Hobbymeisterserie konnte Dominik Mages mit 93 Ringen sein eigen nennen. Für große Augen sorgte einmal mehr der Nachwuchs. 98 Ringe von Finja Lederer reichten nur für Rang 3. Auf dem geteilten ersten Platz positionierte sich das Geschwisterpaar Joshua und Arwen Petter mit dem jeweiligen Maximalwert von 100 Ringen.
Der neue Schützenkönig wurde nach der nächsten Tanzrunde proklamiert.
Einer vom Dorf, für's Dorf: Stefan Guggenberger erstmal gekrönt
Sieben 10er vermeldete Christoph Strauß, als er mit der Königsproklamation begann. Der amtierende König Joshua verfehlte aber mit einer 9.9 den 0.5 Millimeter großen Punkt und musste daher seine Königskette unter Applaus ablegen.
Ganz knapp nicht für den Ritterorden reichte der 183.3 Teiler von Horst Seufert, der zum wiederholten Male Anlauf auf den Titel nahm. Ein 109.3 Teiler brachte Arwen Petter Rang 3 beim diesjährigen Königsschießen ein. Die Virnsbergerin hatte mit einer 10.5 ihr "Soll" abgeliefert, musste sich aber einem 75.2 Teiler auf Platz 2 geschlagen geben. Der Altmeister und Schützenkaiser Michael Strauß hielt einmal mehr "voll drauf", verpasste seinen vierten Königstitel aber im Jahr 2025.
Der Siegerschuss war ein 52,0 Teiler. Dieser wurde im Anschluss nicht nur mit der Königskette, sondern auch mit dem Krug und der besonderen Königsscheibe von Thomas Hertlein belohnt. Und so hatte Strauß so seine künstlichen Probleme, den Sieger richtig zuzuordnen. So sprach der Schützenchef zuerst dem Feuerwehr-Kommandanten einen Kameraden für die nächste Königsabholung ab, denn dieser sei schließlich dann Schützenkönig. Nach dem korrigierenden Einwurf durch 2. Vorstand Fabian Sporer erging nun die gleiche Vorwarnung an die Blaskapelle, denn der König sei in ihren Reihen zu finden. Und schließlich blieb auch der eigene Schützenverein nicht verschont, denn der neue König sei ein ambitionierter und langjähriger Schütze. Das gleiche Schicksal träfe übrigens auch die Dorfjugend, wo der neue König sehr engagiert ist. Kurz um: Ein hochgradig engagierter Virnsberger krönte sich verdient zum König und darf im nächsten Jahr selbst entscheiden, ob die Abholung im Schloßgarten oder im Kalkacker stattfinden würde. Unter lautstarkem Applaus wurde Stefan Guggenberger zum Schützenkönig 2026 ausgerufen und erhielt nach den Insignien zahlreiche Glückwünsche im Konfettiregen. Der Königstanz im Anschluss war reine Formsache.
Mit einer langen Partynacht unterstrichen die Virnsberger Schützen nicht nur ihre Treffsicherheit am Schießstand, sondern konnten auch eine sichere 10 auf der Partyscheibe einholen.
Ein Dank gilt an dieser Stelle neben dem Helferteam während des Königsball am nächsten Tag dem fleißigen Aufräumkommando, das die Spuren der Partynacht in kürzester Zeit beseitigte.
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