Nur rund eine Woche freie Zeit gönnten sich die Mitglieder des Schützenvereins Virnsberg, ehe das Jahr 2026 mit der Jahreshauptversammlung am 02. Januar begann. Der eng gestaffelte Terminkalender machte es notwendig, die Mitglieder so früh wie noch nie zur Versammlung zu laden. Als Entschädigung bekamen die Virnsberger Schützen eindrucksvolle Zahlen und Berichte von ihrer Vorstandschaft serviert.
Wirtschaftlich und gesellschaftlich erfolgreiche Zeiten
Als erstes Highlight konnte 1. Vorstand Christoph Strauß der Versammlung ein neues Hoch bei den Mitgliederzahlen vermelden. Die Eintrittszahlen halten an, dabei ist auch bemerkenswert und erfreulich zugleich, dass Neumitglieder aus Orten kommen, die selbst Schützenvereine stellen. "Wir sind aus vielerlei Hinsicht attraktiv, die Mühe zahlt sich aus.", so Strauß in seiner Begründung.
Von beinahe 180 Eintragungen im Protokollbuch berichtete Schriftführerin Carolin Strauß. Darunter waren beispielsweise die Errichtung einer Flutlichtanlage für den Sommerbiathlon-Schießstand, die Installation einer Mikrofon- und Lautsprecheranlage im Schützenhaus oder aber auch die Fertigstellung der "Ceiling of Fame". Die Erstellung der Einträge im Protokollbuch selbst wurden wie angekündigt erstmals mit künstlicher Intelligenz unterstützt, was viel Zeit einsparte.
Mit einem erfreulichen Finanzabschluss brachte Kassier Stefan Guggenberger das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Punkt. Dieses wurde durch über 450 Finanzbuchungen repräsentiert. Dabei wurden weiterhin Investitionen in allen Bereichen getätigt. Bereits unmittelbar nach der Versammlung steht die Beschaffung eines Lichtgewehrs an, welches der Nachwuchsarbeit zugutekommt. Hierbei konnte sich der SV Virnsberg über zahlreiche Spenden von Firmen und Privatpersonen freuen. Die Vorstandschaft werde sich aber mit dem Format einiger Traditionsveranstaltungen befassen müssen, welche sich gemäß einiger Analysen nach nicht mehr so wie früher selbst tragen können. Die Kassenprüfung fand eine tadellos geführte Kasse vor.
In der Breite aktiv, in der Spitze erfolgreich
Stellvertretend für Sportleiter Peter Reeg übernahm Christoph Strauß den Sportbericht. Der Bericht reflektierte das Erreichen des Ziels, dass Leistungs- und Breitensport Hand in Hand gehen. Die Virnsberger Schützen konnten wiederum zahlreiche Wettkampfmannschaften im Luftgewehr- und Auflagebereich stellen. Das Highlight war sicherlich der erfolgreiche Aufstieg in die Mittelfrankenliga, sowie der neue Vereinsrekord von 1566 Ringen. Topschütze der abgelaufenen Saison war Joshua Petter mit einem Ringdurchschnitt von fast 396 Ringen und einem Topwert von 399 Ringen. Aktuell wahrt die 1. Mannschaft dort mit Platz 2 die Chance, die Bayernliga-Ziele am Leben halten zu können. Immerhin konnte Arwen Petter den RWK-Bestwert ihres Bruders mit ebenso 399 Ringen einstellen. Auf Meisterschaftsebene pflasterten zahlreiche Teilnahmen aber auch Medaillenerfolge bei Bayerischen und Deutschen Meisterschaften den Weg der Virnsberger. Über bayerisches und nationales Edelmetall durften sowohl die Gewehrschützen in Person von Joshua und Arwen Petter als auch die Sommerbiathleten Dominik Mages, Sebastian Ernst und Andreas Uhl mit ihrem Staffelbronze bei der Deutschen Meisterschaft jubeln. Das strategische Ziel des Vereins bleibt es, allen Leistungs- und Altersklassen sportlich eine Heimat zu bieten. Der SV Virnsberg freut sich auch weiterhin, neue und erfahrene Sportschützen gleichermaßen in die Wettkampfmannschaften integrieren zu können.
Ehrung für lange Vereinstreue
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Christina Schmidt und Christoph Strauß geehrt. Franz Reeg (Foto) erhielt die Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft. Er war maßgeblich für den Bau des Schützenhauses vor rund 25 Jahren verantwortlich. Die Vereinsnadel in Bronze bekamen Johannes Strauß und Robert Strauß überreicht, Stefan Guggenberger erhielt die Vereinsnadel in Silber. Für ihre zahlreichen sportlichen Erfolge erhielt Arwen Petter die Nadel in der Stufe Gold.
Der Verein in 15 Jahren: Agenda "2040+"
Strauß berichtete bei den anstehenden Aufgaben auch von der Agenda "2040+". Darin werde sich die Vorstandschaft intensiv mit der Frage befassen, wie der Verein über das Jahr 2040 hinaus aussehen soll und welche Maßnahmen dafür notwendigerweise etabliert oder geändert werden müssen.
Das Jahr 2026 beanspruche gleich zu Beginn die volle Aufmerksamkeit des Vereins, so Strauß. Am 09. Januar stehe der vorentscheidende Heimwettkampf in der Mittelfrankenliga gegen Verfolger SG Ammelbruch an, wobei man auf zahlreiche Fanunterstützung im Virnsberger Schützenhaus hoffe. Wie immer übertragen bis zu 13 Kameras das Geschehen live und eine Moderation sorgt für die entsprechenden Hintergrundinformationen. Hier hat der SV Virnsberg eine einmalige mediale Konstellation im Schützenwesen.
Entweder man geht mit der Zeit, oder man geht mit der Zeit. Man muss den Problemen einfach voraus sein und die Weichen stellen.
Christoph Strauß, 1. Vorstand SV VirnsbergAm Samstag, 17. Januar kündigt sich die 30. Neuauflage des Virnsberger Vereinspokalschießens an, welches erstmals seit 2020 wieder durchgeführt wird. Die ersten Wochen würden perfekt die Strategie aufzeigen, sagte Strauß in seinen Schlussworten. "Gesellschaftliche und hochklassige, sportliche Events gehen Hand in Hand."
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