Es ist geschafft: Der 1. Mannschaft gelingt der für den Verein historische Aufstieg in die Bayernliga. Beim Aufstiegswettkampf in Kleinlangheim sicherte sich das Team um Trainer Uwe Petter Platz 2 hinter der SG Oberasbach und steigt zusammen mit dem Drittplatzierten SV Umpfenbach in die Bayernliga Nord-West auf.
Dem Aufstieg gingen an diesem Tag zwei Durchgänge voraus. Die fünf Schützen pro Team versuchten mit 40 Schüssen pro Durchgang, so viele Ringe wie möglich zu holen. Nach dem Aufstieg der SSG RWS Fürth in die 2. Bundesliga, standen dem Quartett in Summe drei Aufstiegsplätze zur Verfügung. Das Pech buchte an diesem Nachmittag unfreiwillig der KK-SV Karlburg. Die Karlburger gewannen die Unterfrankenliga (1915,14) vor dem SV Umpfenbach (1909,21), konnten ihre Leistung aber nicht abrufen und musste zusätzlich noch einen Gewehrdefekt im entscheidenden letzten Durchgang verkraften. Ihnen gelang im zweiten Anlauf in Folge kein Aufstieg.
Ergebnisse
DISAG Webscore (1. Durchgang)
DISAG Webscore (2. Durchgang)
Die Virnsberger taten sich in Summe nicht allzu leicht und konnten dennoch angesichts der drei zur Verfügung stehenden Aufstiegsplätze relativ entspannt sportlich agieren. Finja Lederer übernahm beide Wettkämpfe auf der Position 5 (375/371), nachdem die Gebrüder Johannes und Christoph Strauß wegen zuletzt zu schwacher Leistungen ihr gerne den Vortritt überließen. Leonie Lederer entpuppte ihre echten Kämpferqualitäten, die sie trotz angeschlagener Gesundheit ins Feld führte (384/384). Eine sichere Bank trotz einiger Schwankungen war Emilia Petter, die 387 und 388 Ringe beisteuerte. Joshua Petter konnte seine durchaus schwierige Runde mit 389 und 390 schließen. Am Wunschergebnis vorbei schoss Arwen Petter mit 391 und 393, führte ihr Team aber beide Male mit dem Bestergebnis an.
Gespannt verfolgten vor Ort die Betreuer und Fans das Treiben der eigenen Schützen. Zuschauen direkt am Schießstand wurde von der Schießleitung leider untersagt. Zu Hause wurde der zweite Durchgang per Liveticker auf dem Beamer übertragen, ehe um 15:13 Uhr die Aufstiegsmeldung über die SVV-Kanäle tickerte. Das zweitbeste Mannschaftsergebnis belohnt die starke Saison und den nunmehr nahezu perfekten Durchmarsch von der Gauoberliga in die Bayernliga (Gauoberliga 2021/2022, Bezirksliga 2022/2023 - 2023/2024, Bezirksoberliga 2024/2025, Mittelfrankenliga 2025/2026, Bayernliga 2026/2027).
"Einmaliges", "Danke" und "ein Verein für alle"
Die Teilnehmer des Rundenwettkampfabschlussessen mit Leberkas hießen die 1. Mannschaft gegen 17 Uhr mit Konfettikanonen und lautem Jubel im Schützenhaus willkommen. Die Virnsberger wussten um die Leistung des jungen Teams, das heute etwas "Einmaliges" in der Historie des Vereins geschafft hatte.
In seiner Ansprache würdigte 1. Vorstand Christoph Strauß den Einsatz des gesamten Teams, welches aus Vorstandschaft, Betreuer, Familien, Sponsoren und Sportlern bestünde. Ein großes Dankeschön galt auch den anwesenden Sponsorenvertretern, welche die Anschaffung eines Lichtgewehrs und weiterer Aktivitäten kürzlich großzügig unterstützt hatten. Niclas Otto (Loscher Bräu), Bianca Uhl (BeSiQMa GmbH), Thomas und Sylvia Lederer (Zimmerei Lederer) sowie Michael Bradley als Vertreter von Stich Brandschutz nahmen nicht nur die Dankesworte entgegen, sondern bekamen als Zeichen eine Erinnerung überreicht.
Beim SV Virnsberg wird alles ehrenamtlich durchgeführt, es gibt auch keine Fahrtkostenerstattung, betonte Strauß, der in seiner Ansprache auch den Helfern des heutigen Empfangs dankte.
Ein Ausrufezeichen stand ebenso hinter den Worten zu den anderen Sportlern und Mannschaften. Man werde es immer so handhaben, dass 400 Ringe genauso gewürdigt werden, wie ein Ergebnis im Bereich von 300. "Wir haben es in der Vorstandschaft als langfristiges Ziel ausgerufen: Wir wollen auch über 2040 hinaus vier Mannschaften stellen.", so Strauß. Dabei hob er auch die Kooperation mit der RWS Franken hervor und dem SV Flachslanden. Ohne diese vereinsübergreifende Zusammenarbeit wäre der heutige Tag nicht möglich gewesen.
Zwei Verlaufskurven der Durchschnitte machte die sportliche Leistung der letzten Jahre deutlich. Man erkenne unter anderem, dass der Bau des Schützenhauses die langfristig richtige Strategie war. Der Verein lag damals am Boden.
In der neuen Saison hoffe man wieder auf eine aktive Beteiligung an den Wettkämpfen. In der Bayernliga werde man zukünftig genau einen Heimkampf haben und das Sonntags. In Kürze werde auch über die Struktur der Mannschaften Bescheid gegeben. Den Posten des Chef-Trainers der 1. Mannschaft wird Uwe Petter übernehmen (C-Trainer).
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